Was ist ein Mock Trial?

Der Mock Trial ist eine simulierte Gerichtsverhandlung, in der Studierende einen echten Fall verhandeln und alle Positionen besetzen. Anders als der Moot Court ist der Mock Trial nicht als Wettbewerb ausgestaltet. Er wird daher auch nicht von einer Jury in der Rolle der Richter begleitet.

Die Teilnehmer sollen mit der juristischen Alltagspraxis vertraut gemacht werden und mit einem praktischen Fall eigenverantwortlich arbeiten. Die Veranstaltung ist insofern nicht nur eine wertvolle Ergänzung der juristischen Ausbildung, sondern bietet auch die Gelegenheit, einen praxisnahen Einblick in das Verwaltungsprozessrecht zu erhalten und einzelne Rollen im Prozess zu erproben. Sie findet daher regelmäßig begleitend zur Vorlesung „Verwaltungsprozessrecht“ statt.

 

Wie gestaltet sich der Ablauf?

Die Studierenden werden zu Beginn des Semesters der jeweiligen Rolle zugeteilt und besetzen die Positionen Klägervertreter/in, Beklagtenvertreter/in und Richter/in. Der Ablauf orientiert sich an den Vorgaben des verwaltungsrechtlichen Prozessrechts. Es wird auf Grundlage eines vorgegebenen Sachverhaltes von den Klägervertretern/innen eine Klageschrift verfasst, von den Beklagtenvertretern/innen im Anschluss eine Klageerwiderung. Im Anschluss an das vorbereitende schriftliche Verfahren, das sich über das Semester erstreckt, findet eine Besprechung aller Parteien gemeinsam mit einem hauptamtlichen Richter/in des Ansbacher Verwaltungsgerichts statt. So können alle wichtigen Fragen der späteren Hauptverhandlung geklärt werden und die Studierenden erhalten einen Einblick in die Praxis des Gerichts. In einem gesonderten Termin findet schließlich die Hauptverhandlung in einem Sitzungssaal des Ansbacher Verwaltungsgerichtes statt. Hier erhalten die Teilnehmer/innen zudem Gelegenheit, einer echten verwaltungsgerichtlichen Verhandlung beizuwohnen. Bei regelmäßiger Teilnahme erwerben die Teilnehmer/innen eine Schlüsselqualifikation im Sinne von § 2 JAPO im Umfang von 2 SWS.
Für das Sommersemester 2017 ergeben sich voraussichtlich folgende Termine (einen genauen Terminplan erhalten Sie in der Vorbesprechung, die Erstellung der Schriftsätze erfolgt von zu Hause aus) (aktualisiert, 12.04.17):
11.05.2017: Vorbesprechung, Rollenverteilung, Einführung in den praktischen Ablauf eines Verfahrens am Verwaltungsgericht, 16 Uhr im Juridicum, ca. 2 ½  Stunden
12.07.2017: Erörterungstermin im Juridicum (voraussichtlich von 16-18 Uhr)
25.07.2017: Mündliche Verhandlung am Verwaltungsgericht Ansbach (Anreise per Bus organisiert der Lehrstuhl) (vormittags, ca. 4 Stunden, zuzüglich An- und Abfahrt)
26.07.2017: Endbesprechung im KH/JDC (voraussichtlich 14 Uhr ca. 1-1½  Stunden)

 

Wie kann ich mich bewerben?

Die Teilnehmerzahl ist auf 14 Teilnehmer begrenzt. Sie können sich bis einschließlich 2. Mai 2017per Mail unter bjoern.engelmann@fau.de verbindlich für die Teilnahme bewerben. Bitte fügen Sie ihrer Nachricht ein kurzes Bewerbungsschreiben (maximal eine Seite bei Schriftgröße 12) als Datei im pdf-Format bei. Als Dateinamen geben Sie bitte Ihren Nachnamen und den Zusatz „Bewerbung Mock Trial“ an. In diesem Schreiben sollten Sie sich einerseits kurz vorstellen (Name, Fachsemester, bisher erworbene Scheine, juristische Interessengebiete etc.) und andererseits darlegen, wieso der Mock Trial Ihr Interesse geweckt hat, und wieso dieser sich gut in Ihren aktuellen Studienverlauf einfügen würde. Die Bewerber/innen mit den überzeugendsten Bewerbungsschreiben werden zur Teilnahme ausgewählt und erhalten nach Ablauf der Bewerbungsfrist eine entsprechende Benachrichtigung per E-Mail. Unter mehreren gleichwertigen Bewerbungen entscheidet das Los.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Engelmann (bjoern.engelmann@fau.de) zur Verfügung.

 

Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Ansbach zum Mock Trial

Der Mock Trial fand erstmals im SommerSemester 2016 statt und wird im SommerSemester 2017 wieder angeboten. Über die Veranstaltung des SommerSemesters 2016 informierte eine Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Ansbach.